Posted by: Horst-Peter Traub | Oktober 13, 2007

Pisa + Nobelpreis = ?

So, die Woche der Nobelpreise ist beendet.

Die überwiegende Mehrheit der Pressestimmen ist positiv, in vielen Blogs und Kommentaren spürt man etwas von “denen haben wirs gezeigt - trotz Pisa”. Zum Teil wird euphorisiert: Wir sind Papst, wir sind (Frauen-)Fußballweltmeister, wir sind Nobelpreisträger. So schlimm kann es also mit unseren Bildungssystemen und den Zuständen an den Unis nicht sein, oder?

Moment, gehen wir mal so vor, als hätten wie eine Textverständnisfrage aus der Pisa-Studie vor uns: Was sagt uns die Meldung über die zwei Nobelpreise wirklich, was sind die Fakten? 
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Posted by: Horst-Peter Traub | Oktober 13, 2007

Weinabend Oktober: Bordeaux rot

Thema unseres Esszencia-Weinabends am 11.10. war Bordeaux (rot). Jeder brachte eine Flasche mit. Vereinbarte Preisrange: 15-30€.

Dr. Kahl La Lagune Matthias

Fazit des Abends:  Bis auf Nr.7 waren alle Weine ganz OK bis sehr gut, das ist bei den anspruchsvollen Trinkern unter uns schon ein gutes Ergebnis. Also: In der Preisrange 15-30€ gibts gut trinkbare Weine aus dem Bordeaux, aber man muss nach Schnäppchen suchen, sonst wird das Preisniveau für echten Genuss brutal.

Hier die Details … Lies mehr…

Posted by: Horst-Peter Traub | September 26, 2007

StartupWeekend - Lessons Learned

Inzwischen hat sich die emotionale Brandung rund um das StartupWeekend gelegt. Ich habe mir etwas Zeit genommen, um die Erfahrungen zu reflektieren und bin auch schon auf die Nachbetrachtungen einiger anderer Teilnehmer gespannt.
Mindmap über Ideen zum StartupWeekendIm Folgenden möchte ich eine Essenz meiner gemachten Erfahrungen zusammenzutragen. Dabei versuche ich im “lessons learned” etwas von unserem Hamburger StartupWeekend abzuheben. Das Ergbnis kann natürlich immer nur meine persönliche Sicht sein, denn sie ist geprägt von meinem Kontext und Erfahrungshorizont. Andere Sichten sind genauso wertvoll. Wer selbst nachdenken will, kann die Mindmap zur Orientierung nutzen, die ich als Gedankensammlung erstellt habe. Nicht alles davon werde ich jetzt hier verwerten. Konkrete Vorschläge für Maßnahmen lasse ich bis auf ein paar Punkte bewußt außen vor, damit jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen kann.

#update: Nur um Missverständnissen vorzubeugen. Das soll hier kein SW-Bashing sein. Ich hätte weder den Mut noch die Fähigkeit wie Cem und Jason gehabt eine solche großartige Veranstaltung zu organisieren. An dieser Stelle fasse ich nur Dinge zusammen, die ich auf dem SW gelernt habe und die mich bei einer Wiederholung beschäftigen würden.
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Posted by: Horst-Peter Traub | September 24, 2007

Vergnügen zum kleinen Preis

Nach so viel StartupWeekend in den letzten Tag hier nun ein Update in Sachen Wein. Mein lieber Kollege Ingolf hat mal wieder mit mir Weinflaschen getauscht. Er hat mir einen Spanier verpasst und ich ihm einen unten besprochenen Mollydooker.

Hier ersteinmal die nackten Daten:

Castano Monastrell 2005Es handelt sich um einen 05er Monastrell vom Weingut Castano aus dem Weinbaugebiet Yecla im Norden Spaniens mit satten 14% vol. Alkohol. Die Weinexperten werden jetzt natürlich wissen, dass es sich beim Monastrell um die aus Frankreich bekannte Rebsorte Mourvèdre handelt. Ich wusste es nicht und habs halt nachgeschlagen. In Yecla ist der Monastrell laut Recherche die mit deutlichem Abstand verbreitetste rote Rebsorte. Mourvèdre rebsortenrein zu genießen ist ein eher seltes Vergnügen, da man ihn in der Regel als Partner in einem Cuveé findet.

Also los, Flasche auf. Wir haben es mit einem Kunststoffkorken der weichen Bauart zu tun, über die harten Kunststoffkorken ärgere ich mich immer, weil sie mir die Spindeln vom Korkenzieher ruinieren. Bei mir muss es kein echter Kork sein. Ich habe schon ein paar gute Flaschen durch Kork verloren.

Im Glas hat er eine schöne kräftig rote Farbe. Das Bukett ist voll von blauen Früchten und Beeren. Auf der Zunge kommt noch Zartbitterschololade schokolade (fange schon an zu lallen) hinzu, die im langen Abgang erhalten bleibt. Frisch geöffnet habe ich in den Fruchtnoten leichte Assoziationen an Blaubeeren. Nach gut einer Stunde macht sich jedoch deutlich der Duft von Zwetschgen und Backpflaumen im Glas breit. Mit 14% ein wenig viel Alkohol, den merke ich gerade beim Schreiben. Unbedingt gut belüften den Wein! In Ermangelung von Schokolade unternehmen meine Frau und ich ein gewagtes Experiment: Passt Lakritze? Ja, geht - und gar nicht mal schlecht.

Insgesamt kein wirklich großartiger Wein, aber wenn man ihn innerhalb der nächsten 2 Jahre trinkt schon ein Vergnügen. Der eigentliche Knaller ist der durchschnittliche Preis von € 5,90. Wer ihn sich besorgen will, kann z.B. bei Mövenpick oder vielen Internet-Weinshops nachschauen. Ich würde allerdings auf den Jahrgang achten. Der 2005er hat etwas überhöhte 90 Punkte von Parker bekommen, aber viele verkaufen schon den 2006er.

Ingolf, Nachschub bitte!

Posted by: Horst-Peter Traub | September 23, 2007

StartupWeekend - Ende und Start

Für alle Neugierigen und Verhinderten an dieser Stelle eine kurze persönliche Zusammenfassung des zweiten StartupWeekend-Tages. Nachdem sich die Emotionen gelegt haben und der Schlaf nachgeholt ist, werde ich auf jeden Fall in den nächsten Tagen zusätzlich mit etwas Abstand einen Beitrag “Lessions Learned” bringen, denn da gibts sicher noch einiges zu lernen, wie auch Till anmerkt. Dazu müssen sich die Eindrücke aber noch etwas setzen. Und jetzt will ich mal in Feierlaune sein.

Eine Aktie vom StartupWeekendHier ist übrigens ein meiner Aktien:

Nach dem gestrigen Bericht von mir und anderen fleißigen bloggenden Mitstreitern, waren bestimmt einige Zweifel am Erfolg aufgekommen. Und war es nun ein Erfolg?

Nach meiner Meinung ein Ja - also endlich mal was Positives von mir ;-). Ob es langfristig tragfähig ist, kann und will ich hier jetzt nicht beantworten.

Dank des Teamspitits und der ersten Erfahrungen vom Samstag entwickelte sich fast unmerklich, aber stetig eine crouwdbasierte Organisationsform. In mehreren Etappen wurden offene Aufgaben erledigt und jeder der gerade arbeitslos war, wurde in wenigen Minuten in einer Jobbörse vermittelt.

In Anbetracht des Vortages sind wir am Sonntag deutlich produktiver gewesen und es entwickelte sich eine erste gemeinsame Idee von unserer Company. Klar, nicht alles ist rund und perfekt, aber es ist erheblich mehr da als man derzeit sehen kann, denn die große Stärke unserer Startup-Community ist, dass wir sehr breit aufgestellt und für jeden denkbaren Bereich kompetente Ansprechpartner verfügbar waren.

Das Ende des SW ist für uns gleichzeitig der Start als echtes Unternehmen mit einer sinnvollen Geschäftsidee mit der man eine breite Kundschaft ansprechen kann. Details zu www.edelbild.de, dem Produkt etc. werde ich an dieser Stelle nicht nennen - wartets ab. Wir haben jetzt eine Geschäftsführung in deren Verantwortung das Marketing gehört. Anja und Lutz - ich wünsche euch viel Energie und Begeisterung - und ihr seid nicht alleine, sondern habt 100 Partner. Gruppen zu allen Themen haben sich am Abend vernetzt und werden edelbild den letzten Schliff geben. (Wenn Bedarf besteht, werde ich gerne das Requirements-Engineering und das Thema Geschäftsprozesse tatkräftig unterstützen - bitte Melden!).

Es war mir eine wertvolle Erfahrung, ein Vergnügen und eine Ehre, mit Euch allen in freundschaflicher Verbundenheit etwas geschafft zu haben, auf das man stolz sein kann! Besonderer Dank gilt natürlich auch Cem und Jason als Initiatoren und Ausrichter des StartupWeekends. Gönnt Euch eine Woche Urlaub - Ihr habt ihn Euch verdient.

Posted by: Horst-Peter Traub | September 23, 2007

StartupWeekend - We are alive!

Nun ist auch der zweite Tag des StartupWeekend um, ganz kurz die neueste Meldung:

Um 18:00 Uhr ct findet die finale Versammlung für den Startup unseres neuen Babys statt. Bis auf wenige Teilnehmer stehen alle hinter der Idee und wollen Mitgründer werden. Wärend ich hier schreibe findet die Wahl unserer neuen Geschäftsführung statt und das Logo der Firma (designed by Sven Wiesner) wird vorgestellt. Sie heißt: edelbild, demnächst zu erreichen unter www.edelbild.de.

Unsere neue Geschäftsführung wird mit großen Applaus gewählt. Es sind: Lutz Weber der Ideengeber und Anja Hornke.

Noch ein paar Zahlen von Jason:
An der Vorbereitung und der eigentlichen Veranstaltung waren um die 250 Personen beteiligt und die Vorbereitung, Leistungen auf dem StartupWeekend und die Unterstützung durch Sponsoren hat einen finanziellen Gegenwert von eine halben Million Euro.

So jetzt muss ich ab und meine Aktie abholen …

Posted by: Horst-Peter Traub | September 22, 2007

StartupWeekend Vibrations

Der erste Tag ist um. Erschöpfte Gesichter, gefüllte Bäuche, viele Eindrücke. Hier eine subjektive und emotional gefärbte Zusammenfassung.

Location 

Cem und Jasen gebührt großer Dank für die Organisation der Veranstaltung. Das Stilwerk als Location für das SW ist phantastisch ausgesucht. Stylisch, modern, kreativ mit viel Platz. Wir haben benachbarte Firmen aus ihrem Domizil verdrängt. Alsolutes Highlight ist die Firma Smart Technologies, die interaktive Präsentationsleinwände anbietet. Nach kurzer Einweisung wird darauf von uns engagiert gemalt und Skizzen werden hin und her geschoben. ein Exemplar wandert bei mir auf den Wunschzettel für die eigene Firma.

Dank der Sponsoren ist für unser leibliches Wohl bestens gesorgt. Als kleiner Engpass erweisen sich die Toiletten. Eine pro Geschlecht. Männer sind leider deutlich in der Überzahl.

Startup-Gemeinschaft

Nach dem Warmup am vergangenen Abend sind schon einige Namen und Gesichter vertraut. Die Gruppe kommt mir eh wie eine Großfamilie vor. Viele kennen sich offensichtlich von Barcamps, Bloggertreffen etc. Soziologen hätten sicher ihre wahre Freude. Gündungs- und Kommunikationssüchtige, eine eingeschwohrene Gemeinschaft von Non-Konformisten, Kreativen. Der Erstkontakt fühlt sich neu an, aber angenehm - die Mitstreiter sind sympatische, proaktive und positive Menschen, da ist man gerne ein Teil der Gemeinschaft. Irritierend ist, dass ich teilweise ge”Sie”zt werde. Bin ich zu alt oder merkt man mir an, dass ich hier neu bin?

Ablauf

Nach dem Frühstück wird der Pitch eröffnet. Große Spannung und Begeisterung über die Vielzahl der Ideen. Es geht ins Deathmatch: Onlinestiftung gegen PimPic, einem Portal für “Bildaufhübschungen”. Zunächst ist eine knappe Mehrheit emotional auf der Stiftungsseite, aber PimPic hat einen klarere Rahmen und scheint besser umsetzbar und gewinnt nach kurzer Diskussionsrunde.

Es folgt ein Brainstorming. Anhand der Pitch-Fragen von Jason Sammeln wir in einer Mindmap die zahlreichen Ideen. Man merkt schnell, das Thema hat 1000 Facetten, von der Zielgruppe über Produktideen und Absatzwege. Die Möglichkeiten begeistern. An dieser Stelle erwarte ich eigentlich laut Planung das Herauskristallisieren einer Kernidee und eines roten Fadens für eine gemeinsame Sich auf das was wir bauen wollen. Da regt sich der “Erbauer” und “Manager” in mir, sorry, kann ich nichts gegen machen. Till und ich hatten am Ende des Brainstormings einen Versuch unternommen, die Gruppe dazu zu bewegen, ein gemeinsames Bild zu erarbeiten. Das passiert jedoch nicht.

Ohne Commitment über eine konkrete Umsetzungsidee gehen wir in Gruppen und erörtern Teilaspekte - kontextfrei. Wenn wir eine StartupWeek und nicht nur ein Weekend hätten, wäre das OK, aber so werde ich unruhig. Um 15:15 Uhr trifft man sich wieder im Plenum. Eine gemeinsames Bild über unser “Produkt” und die Prozesse entsteht noch immer nicht - das scheint aber keiner so recht zu bemerken. Crowdwisdom heißt offensichtlich nicht, dass man eine gemeinsame Weisheit entwickelt. Eine koordinierte Umsetzung in einem Sprint ist so nicht möglich, denn dazu bräuchte man ein gemeinsames Ziel und klar geschnittene Features und Aufgaben.  Vorerst bestätigt sich die Befürchtung, dass wir es nun schwer haben werden, ein geschlossenes vorläufiges Konzept zu finden und dieses am Wochenende noch weitgehend umzusetzen, das wäre für mich das eigentliche Ziel gewesen.

Trotzdem war es soweit spannend und hat Spass gemacht - und einen Tag haben wir ja noch. Mal sehen, ob die Nightsession der Developer etwas hervorbringt, das später auch zum noch unbekannten Prozess und Produkt passt ;-)

How does it work?
Foto: How does it work? Gute Frage auch für das gemeinsame Vorgehen.

Posted by: Horst-Peter Traub | September 22, 2007

StartupWeekend Pitch - Ideenüberblick

Hier die subjektive chronologische Liste der Geschäftsideen (soweit ich sie verstanden habe) für das StartupWeekend mit einer persönlichen Kommentierung - für alle die nicht live dabei waren.
Toll - 4 der Ideen stammten aus dem Ideenabend am Montag in Hamburg. Das war ein hervorragendes Forum, um die Ideen zu fokussieren und das Pitchen zu üben. Jeder hatte 3 Minuten Zeit. Erstaunlich viel, wenn man die Idee gut durchdacht hat.

Pitch für PimPic (Arbeitstitel), der Sieger
Foto: Lutz Weber trägt seine Idee für PimPic vor

1. Emotionale Gegenstände
Jeder kann Gegenstände mit einem Label markieren und in ein Portal eintragen und dann unter die Leute bringen, verschenken, liegen lassen - weg damit. Die Empfänger oder Finder können anhand des Labels im Portal den Gegenstand identifizieren und über den Verbleib berichten. So entsteht eine spannende Lebensgeschichte.

Hat viele von uns spontan angesprochen, weil emotional und lustig. Landete auf dem dritten Platz.

2. Event-Empfehlungsplattform
Anhand eines Profils bekommt man Hinweise auf persönlich passende Events.

3. Online Stiftung
Wie schon im StartupWeekend Blog diskutiert, wünschten sich viele eine non-profit Idee. Dies war der Ansatz, ein Portal für die Unterstützung von sozialen Projekten aufzubauen.

Ist im Deathmatch gegen PimpPic unterlegen. Schade, leider war die Idee nicht konkret genug und hatte noch kein sichbares Alleinstellungsmerkmal. Recherchen im Internet ergaben, dass es viele solche Ansätze von finanzstarken Unterstützern gibt. Es hätte einer zündenen neuen zusätzlichen Idee oder eines konkreten Projektes bedarft. Resi - lass Dich nicht entmutigen, mach weiter!

4. PimpPic
Plattform über welche Nutzer ihre Digitalfotos einstellen und optisch bearbeiten lassen können. Von einfachen Dingen wie Farbabgleich und rote Aufen entfernen - bis zu künsterlichen Effekten oder das Freistellen von Gegenständen. Auf der Gegenseite sitzen “Bildebearbeiter” welche die Fotos entsprechend der Wünsche aufbereiten. Die Nutzer zahlen je nach Problemstellung einen Betrag an die Bearbeiter.

Wurde im Deathmatch Sieger. Eigentlich interessante Idee, muss aber mehr bieten als einfache Aufhübschungen. Das können die neuen Kameras ab Werk. Was sind die Nutzer bereit zu zahlen und für welchen Lohn sind die Bearbeiter bereit zu arbeiten? Momentan habe ich Zweifel, dass die Idee (finanziell) skaliert.

5. Zentrale Social-Network-Plattform
Eine zentrale Stelle an der man seine Account für alle anderen Social-Networks verwalten und ändern kann.

YAMSN: Yet Another Meta Social Network. Ist vermutlich nur was für die kleine Kundengruppe der Powernerds. Sorry bin halt keiner. Aber eine Plattfrom für alle meine Account oder Passworte fände ich schon cool. Muss mal suchen, gibts bestimmt schon.

6. Bugtracker für die ganze Welt
Hier kann man die Weltprobleme und alles für das man nach Lösungen sucht einstellen und von anderen lösen und diskutieren lassen.

War mir persönlich zu abstrakt. Wäre klasse, wenn sich eine himmliche Instanz dieser Bugs in der Schöpfung annehmen würde.

7. HotspotVZ
Verzeichnis aller WLAN-Hotsport mit der Möglichkeit, dass sich die Besitzer eintragen und anderen Nutzern ihr Netz auf Wunsch öffnen, z.B. wenn sie gerade in der Nachbarschaft auf Reisen sind.

Nette Idee mit Community-Gedanke und etwas für die Mehrzahl der StartupWeekend-Besucher, vielleicht nicht für den Bundesnormalsurfer. Man bräuchte eine kritische Masse von Usern dafür.

8. Wünsche und Marken
Plattform für das Einstellen von Wünschen, die dann zum Beispiel werbewirksam von Firmen erfüllt werden können.

9. Produktnachfrageplattform
Man kann ein Produktgesuch auf der Plattform einstellen. Z.B. etwas, was man im Urlaub gesehen hat und jetzt doch gerne haben möchte - nur man kriegt es nicht. Andere können versuchen es zu organisieren - beispielsweise, wenn sie an den gleichen Urlaubsort fahren.

10. User Generated Werbepostkarten
User können Werbepostkarten mit gestalten die sie ansprechen. Produzenten solcher Karten können sich an den IDeen und Vorlagen orientieren.

11. Get The Look
Es werden Looks von Prominenten / Stars eingestellt und user versuchen den Look mit einfachen Mitteln zu kopieren und nennen Quellen für die verwendten Produkte.

Wäre finanziell ein riesen Hit, wenn man mit Partner wie H&M zusammenarbeitet und darüber Werbung macht. Nach meiner Ansicht die finanziell interessanteste Idee des SW. Die Teens sind bestimmt begeistert und es entbrennt ein Wettbewerb, wer am coolsten aussieht.

12. Startup to go
Plattform für die Vermittung von allem, was man für ein Startup benötigt.

13. Minuten und Emotionen
Auf einem Zeitstrahl kann man einzelne Minuten an Menschen verkaufen, welche die Minuten durch Bilder und Berichte zu diesem Zeitpunkt dokumentieren und so persönliche Erinnerungen schaffen. Besondere Augenblicke kann man natürlich auch versteigern, z.B. die Minute in welcher die Fußballweltmeisterschaft entschieden wird.

Finde ich eine sehr kreative Idee, hätte man aber sicher länger drüber sprechen müssen um zu verstehen, wie man damit die Menschen ansprechen kann. Hätte eine Art globales Zeit und Emotions Gesamtkunstwrk werden können.

Posted by: Horst-Peter Traub | September 18, 2007

Die ungepitchte Idee

Am gestrigen Abend haben wir uns in Vorbereitung auf das StartupWeekend mit rund 25 Teilnehmern in Hamburg zum Einpitchen und Brainstormen getroffen. Vielfältiger hätte die Gruppe kaum sein können - und die Ideen. Um zu sehen wie und ob es geht, habe auch ich eine Idee vorgestellt. Zeit: 3 Minuten.

Hat geklappt, aber ich kann nur jedem raten, das über Tage mit der Stoppuhr zu üben. Vor allem: Sprecht die Zuhörer auf der emotionalen Ebene und bei ihren Bedürfnissen an und präsentiert eine knappe Lösung, keine Details. Das Thema muss so sexy sein, dass man mehr hören will.

Auf dem StartupWeekend werde ich meine Idee nicht vortragen. Sie hat keine Chance für einen quick win in 48 Stunden, dafür ist die Lösung zu komplex. Trotzdem möchte ich sie hier nach dem Fragenschema von Jason kurz vorstellen. Vielleicht hat ja noch jemand Ideen dazu.

1. A 3 TAG description:

Location Based Mobile Community - andere Stichworte: LBS (Location Based Service) und MoSoSo (Mobile Social Software). Ein Service als Enabler zur Lokalisierung von mobilen Benutzern und Gruppen. Aber vergesst an dieser Stelle mal Plazes und aka-aki.

2. What if … (Vision)

Was wäre wenn …

  • man mit jedem mobilen Endgerät, das eine Verbindung mit dem Internet herstellen kann, seine Position auf <50 Meter in der Stadt und <250 Meter auf dem Lande bestimmen kann.
  • sich die Positionsinformation automatisch periodisch aktualisiert, wann und so lange man will.
  • ich damit meine Bewegungen aufzeichnen kann.
  • ich die Positionen meiner engsten Freunde und sie meine sehen können, wenn ich das möchte.
  • mein Handy mich benachrichtigt, wenn sich im direkten Umkreis jemand verfindet, mit dem ich Mitglied in einer Interessensgruppe bin (der Golfer auf dem Golfplatz, der Surfer am Stand, der Radfahrfreek auf freier Stecke, …)
  • zwei Menschen benachrichtigt werden, wenn sie gerade an ihrem Traumpartner vorbei laufen.
  • ich dann entscheiden kann, mit dem anderen ein Profil auszutauschen oder Kontakt aufzunehmen. 
  •  ich sehen kann, wo das nächste freie Taxi steht.
  • dieser Dienst als Mashup für alle anderen Angebote im Internet mit Bedarf an Lokalisierung genutzt werden kann. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.

3. What is the company?

Vergleichbar mit einem Email-Provider ist die Firma ein Location-Provider als Enabler für darauf basierende Dienste. Ein satz von Basisdiensten wird gleich mitgeliefert, wie beim Email-Provider.

4. What is the product?

Das Produkt ist der Lokalisierungsdienst. Daraus lassen sich beliebige neue Produkte konstruieren.

5. Who is it for?

Für wen ist das nichts?

6. What do they get?

Jede Dienstleistung, die eine Lokalisierung oder ein Positionstracking erfordert.

7. How do they get it?

Als Benutzer brauche ich eine kleine Software, die meine Position über drei Wege ermitteln kann: GPS (wenn verfügbar), Funktriangulation über mehrere Sendemasten, Handeingabe. Die Software schickt über eine Datenverbindung die Information an einen Service, der die Position errechnet und in freigeschaltete Gruppen oder Dienste publiziert.

8. What does the product cost?

Für die Nutzung von Basisdienste nur die die Kosten der Datenübertragung über seinen Provider (Mobilfunkdienstleister). Für Vielnutzer und Premiumdienste erfolgt die Abrechnung nach “Verbrauch” ähnlich viel wie man für sein Handy bezahlt.

9. What are the revenue streams?

Nutzungsgebühren für Premiumdienste bei Privatkunden und Servicegebühren für Firmen, die ihre kommerziellen Dienste auf dem Service aufbauen.

10. What is the plan?

Die technischen Ideen und Prototypen dafür existieren. Solange nicht jedes Endgerät über GPS verfügt, kann man mit Triangulation über Funkzellen arbeiten. Was man braucht ist die Software und ein Verzeichnis aller Funkzellen mit Ausrichtung und Sendeleistung. Das ist derzeit noch das eigentliche Problem, in Deutschland wird eine solche exakte Liste nicht veröffentlicht. Kann man eine Community dazu bewegen, auf Jagd nach Funkmasten zu gehen, wie bekommt man diese Daten?

Posted by: Horst-Peter Traub | September 17, 2007

Mit Regent im Trend

Der Wein 

In letzter Zeit trinke ich die etwas älteren Flaschen in meiner Sammlung weg. Am Sonntag war ein 1998er Regent (Barrique) der Remstalkellerei aus dem schönen Badenland an der Reihe. Einer der Flagschiffe der solide arbeitenden Winzergenossenschaft. Aktuell verkauft man dort den Jahrgang 2004 zum Preis von knapp 15 Euro.

Rebsorte Regent 

Der Regent ist eine pilzwiederstandsfähige Neuzüchtung (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin, die erst seit 1996 die offizielle Zulassung für Qualitätsweine erhalten hat. Die Weine liegen offensichtlich schwer im Trend, denn das Angebot wächst kontinuierlich. Regent-Weine sind beim Publikum wegen der intensiven Farbe und des eher südländischen Stils beliebt.

Und wie wars? 

Artentypisch präsentiert sich der für deutsche Verhältnisse mit 9 Jahren schon großväterliche Wein mit kräftig dunkler Farbe. Fruchtnoten von Cassis und Kirsche sowie Röstaromen kitzeln in der Nase. Im Mund ist er voll und stoffig und hat sich ein noch erkennbares Taningerüst bewahrt. Im Abgang erinnert er an “Mon Chéri”. Man merkt ihm sein Alter schon etwas an. Kein echter Hochgenuss wie in jungen Jahren mehr, aber Anlass genug, um an frischen Nachschub zu denken.

Säure und Alkohol treten mehr in den Fordergrund als noch vor 2 Jahren. Damals habe ich ihn verdeckt in eine Rioja-Probe gemischt und raten lassen, was das wohl ist. Die Mehrheit hat ihn ebenfalls für einen Rioja oder zumindest einen südländischen Wein gehalten. Frisch nach dem Öffnen hat der Regent sogar einen doppelt so teuren guten Rioja Reserva geschlagen. Allerdings nach 2 Stunden Lüften lagt der Rioja wieder vorne im Rennen - er brauchte nur mehr Luft.

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